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Inspiriert wurde dieses Regelwerk durch J. Schlosser, der - als nachmeinem Wissen erster -- den immer komplexer werdenden Regelwerken fürFantasy-Rollenspiele ein möglichst einfaches und schnell spielbaresentgegensetzte. Dieses (sein) Spielwerk nannte er nach einer Stadt, diein einer von ihm geschaffenen Welt existiert -- eben "Slaughterhill".Die Grundidee sagte mir sehr zu, wobei ich allerdings noch einigeModifikationen an diversen Stellen wünschte, und so über die Jahre meineVersion von Slaughterhill entwickelte, die nun erstmals komplett inelektronischer Form vorliegt und zur freien und uneigennützigenVerwendung aller gedacht ist.Das vorliegende Werk versteht sich als reines Spielsystem und nicht alsQuellenbuch ("sourcebook" mit Preislisten, Karten etc.) für einespezielle Welt. Mit etwas gutem Willen und ebensolchem Menschenverstandsollten sich jedoch beliebige bereits existierende Preislistenintegrieren lassen. Es ist jedoch am besten für einemittelalterlich/frühneuzeitliche Fantasywelt geeignet, die nicht zu vielWert auf übermächtige Helden und/oder Monstren legt (kein"Powergaming"). Sehr stark wissens- oder fertigkeitsorientierteSpielewelten sollten ebenso besser durch ein anderes System abgebildetwerden.Slaughterhill ist ein System für Rollenspielerfahrene, die weder vielGeld für mehrbändige Regelwerke ausgeben wollen, noch Lust haben währendihrer knappen Spielsitzungen Zeit damit zu verplempern, dass in diesenalles mögliche nachgeschlagen werden und bei jedem Schlag eine Tabellekonsultiert werden muss. Es verzichtet bewusst auf einige eventuellrealistischere Regeln. Das Kampfsystem besticht aber vor allem dadurch,dass "Attackewürfe" direkt mit "Paradewürfen" gekontert werden und derenUnterschied ein Teil des verursachten Schadens ist, was Kämpfe ungemein"knackig" und spannend macht.Ein simplizistisches Regelwerk verzichtet auf so viel wie möglich, umdie Spielbarkeit bzw. die Schnelligkeit zu erhöhen. EntstehendeUnzulänglichkeiten auszugleichen ist heiligste Aufgabe des Spielleiters.Diese Aufgabe wächst natürlich mit der Einfachheit des Regelwerkes, wenndieses nicht mehr für jede Kleinigkeit etwas vorsieht. Dieses Regelwerkeignet sich daher nur für Spieler -- Spielleiter -- Konstellationen, indenen Vertrauen und der gemeinsame Wunsch ein schönes Abenteuerdurchzuspielen dominieren. Dem Spielleiter muss teilweise dieMöglichkeit eingeräumt werden, "frei nach Schnauze" Schwierigkeiten fürProben, das Wetter, Reisedauern etc. zu bestimmen. Hierzu sollte aberimmer der gesunde Menschenverstand (gMv) vorher konsultiert werden, denner ersetzt in diesem Regelwerk die meisten Regeln.Oldenburg, 2008
Ein minimalistisches Spielsystem für jede gängige Fantasywelt mitschnellen Charaktererschaffungsregeln, Einblattcharakterbogen, zügigenKämpfen und, so man will, Optionen für ausgefeilteres Kämpfen.Spielbarkeit und -spaß gehen vor detaillierte Regelwut. Slaughterhillist kein Sourcebook mit Karten, Preislisten etc., lässt sich aber mit beliebigen (Fantasy-) Welten kombinieren.
System:Beim Kampfsystem wurde darauf geachtet, dass die rundenbasiertenEinzelschläge und deren daraus resultierender Schaden im Spiel selbstmöglichst zügig abgewickelt werden können, ohne dass der Realismus allzusehr leidet. Dazu ist es nötig, etwas mehr "Vorarbeit" in das Finden derentsprechenden Würfel zu stecken, die aber dann während eines Kampfes inden allermeisten Fällen unverändert bleiben sollten. Werden"realistischere" Kämpfe gewünscht, so kann man optional angegebeneZusatzregeln nutzen. Generell setzt dieses Spielsystem darauf, vieleunterschiedliche Würfel zu verwenden, um unterschiedlicheWahrscheinlichkeiten abzubilden. In der vorher stattfindenden Wahl derWürfel werden also wesentliche taktische Entscheidungen getroffen, dieden anschließenden Kampf selbst entlasten. Folgende Würfel sollten mitder entsprechenden Anzahl vorhanden sein: Jeweils zweimal: W4, W6, W8,W10, W12, W20, W30. An einigen Stellen sind Tabellen angegeben, die abernur als grobe "Richtschnur" für den gesunden Menschenverstand "gMv"anzusehen sind. Sie sind daher nur unvollständige Vorschläge habendeshalb immer Platz für Ergänzungen.Die wie immer optionalen Ergänzungen, die ich neu hinzugenommen habe,umfassen unter anderem neue Vor- und Nachteile, die Waffenfertigkeit"Werfen", Mindeststärken für Waffen, Modifikationen für besondereWaffen, Schadensbegrenzungen durch (Schuss-) Waffen und eine Idee fürdas Implementieren von Klerikern/Priestern.
Ausblick:Schön wäre es eine z.B. Excell - Preis-Tabelle für Fantasywelten zu haben, in der man Parameter wie Erzverfügbarkeit, Entwicklungsstand, Klima, Handelsverbindungen etc. angeben könnte, aus denen dann die Preise einzelner Waren an verschiedenen Orten abgleitet würden.
Download:Regelwerk (PDF, ODT) Charakterbogen (PDF, ODT) Kämpfen im Hexmesh (PDF, ODT) Tabelle Kampfverlauf (PDF, ODT) Preisliste (PDF, ODT)
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